Die RS+K rollt

Die Schüler der Realschule plus Kandel haben das Projekt „Die Schule rollt“ zu sich eingeladen. Mit diesem Projekt wirbt der TV Laubenheim 1883 e. V. mit Unterstützung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und des Behindertenverbandes für ein gutes Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, u. a. auch für gemeinsamen Sportunterricht. Schülerinnen und Schüler ohne Beeinträchtigung können erleben, wie es ist, in einem Rollstuhl zu fahren. Sie lernen beim Bewältigen eines Parcours, dass ganz alltägliche Wege für Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, die im Rollstuhl unterwegs sind, oftmals mit Barrieren verbunden sind. „Wenn ihr merkt, dass jemand im Rolli eventuell Hilfe benötigt, bietet sie ihm an. Aber vergesst nie: Fragt immer erst, ob und wie ihr helfen könnt“, lautet eine Empfehlung der TV Laubenheim-Akteure.

Der Wahlpflichtfachkurs Sport und Gesundheit hat sich für dieses Halbjahr das Projekt „Behindertensport“ gewünscht. In diesem Rahmen habe viele Schülerinnen und Schüler schon Behindertensportvereine besucht, erste Einblicke erhalten, Kontakte geknüpft und sich informiert. Nun haben sie den Verein „Die Schule rollt“ zu uns an die Realschule plus Kandel eingeladen. Vier Stunden wechseln sie ihren Blickwinkel und erfahren ganz praktisch einen kleinen Teil der Lebenswelt von gehbehinderten Personen.
Anschließend möchten die Schülerinnen und Schüler ihr Gelerntes an ihre Mitschüler weitergeben. Sie planen bereits ein Event zum Thema Behindertensport mit jüngeren Klassen um als Multiplikatoren tätig zu werden.

Albumblatt Schule rollt

Das Projekt „Die Schule rollt!“ wird an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz vorzugsweise in Klassen mit rollstuhlfahrenden Schülerinnen und Schülern kostenlos realisiert. Ausgestattet mit Rollstühlen, einem Hindernisparcours und erfahrenen Trainerinnen bzw. Trainern besucht das Projektteam Einrichtungen im ganzen Land.

Konkrete Ziele des Projektes:
Perspektivwechsel für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte zum Rollstuhl als Sportgerät.
Stärken der Kompetenz der Lehrkräfte, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern.
Erleben von erwachsenen, selbstbestimmten Menschen mit Behinderung.
Fördern von Teilhabe und Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler mit Behinderung.
Netzwerkbildung zwischen Lehrkräften, Eltern, Vereinen und Menschen mit Behinderung.

Es war für uns alle eine wirklich beeindruckende und wertvolle Erfahrung für die wir uns ganz herzlich bei allen  Beteiligten bedanken möchten.